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Freitag, 18. April 2014

Der erste Sieg in der Gruppenphase

Nach den drei Unentschieden war es für Rapid gegen Thun das Spiel der letzten Chance. Aber nicht nur für die Wiener, sondern auch für die Gegner aus Thun, die ihre Punkte aus dem Hinspiel hatten. Ansonsten setzte es nur noch Niederlagen für die Schweizer. So waren also beide Teams gefordert, denn nur der Sieger hatte die Chance aufs weiterkommen. Und die Hütteldorfer Hausherren waren das klar bessere Team zu Beginn und nach 17 Minuten belohnen sie sich auch schon. Sabitzer bringt den Ball von der Seite aufs Tor, der Schweizer Schlussmann lässt den Ball aus und Boyd kann abstauben. Danach kontrolliert Rapid das geschehen, ohne das es zu großen Ereignissen am Feld kommt.

Nach der Pause kann Rapid gleich gefährlich werden, doch es wird auf der Linie geklärt und auch danach ist Rapid mit guten Möglichkeiten zu sehen. Doch dann sind die Thuner urplötzlich da und erzielen aus dem nichts den Ausgleich. Und wie reagiert Rapid? In dem Burgstaller über außen den Ball zu Boskovic bringt und dieser die erneute Führung nur kurz nach dem Ausglich macht. In der darauffolgenden Zeit ist Rapid der Entscheidung näher als die Schweizer dem Ausgleich, doch ein Tor fällt nicht mehr. So erspielt sich Rapid das Entscheidungsspiel in Kiev, wo man aber gewinnen muss. Positiv ist aber, dass Rapid 5 Setzungspunkte in der 5-Jahresteamwertung jetzt in der Gruppenphase geholt hat und somit einen wichtigen Schritt für eine möglichst lange Setzung in den Qualirunden sich erspielt hat.




Freitag, 28. Februar 2014

Das Rückspiel gegen Genk

Nach zwei Unentschieden gegen die nominell starken Mannschaften und der Niederlage in Thun war es nun in Wien die Aufgabe, den Kontakt an die Gruppenspitze nicht endgültig abzugeben, um die Chance aufs Überwintern zu erhalten. Denn Genk war mit 7 Punkten erster, Kiew mit 4 und Thum eben mit den drei Punkten auch voraus, aber ein Heimsieg hätte die Konstellation klar verbessern können. Rapid begann auch sehr Engagiert und gerät wie in der EL üblich dumm in Rückstand. Novota mit einem Elferfoul und den Ball kann er auch nicht parieren. Doch dies sollte nur der Auftakt zur Sturm- und Drangphase von Rapid sein. In Minute 40. köpft Boyd nach einer Ecke den Ausgleich, Rapid drängt weiter und Boyd macht mit Pausenpfiff seinen zweiten Treffer zur Führung. Dieser verwandelt das Happel in ein Tollhaus.

In Hälfte 2 bleibt Rapid bemüht, Genk aber mit mehr Spielanteilen als in Hälfte 1 und wieder schlagen sie daraus Kapital. Nach einer stunde steht es 2:2. Im direkten Gegenzug verpasst Schaub die 100%ige. Doch auch Genk hat noch Chancen und dort ist Novota zumindest auf dem Posten, und vorn verpassen Behrendt und Burgstaller versucht nur Elfer zu schinden, anstatt abzuschließen und so endet die Partie 2:2, welche wieder als verlorene Punkte anzusehen sind. Denn in beiden Partien war Genk schlagbar und so muss man in zwei Partien 4 Punkte aufholen und hat den Aufstieg zumindest nicht mehr selbst in der Hand.


Montag, 28. Oktober 2013

10. Länderpunkt und endlich keine Niederlage

Genk war aus mehreren Gründen im Nachhinein eine Reise wert und das nicht nur wegen dem Match. Über den Flughafen Düsseldorf und dann über Köln ging es mit dem Leihwagen nach Belgien. Es stellte sich nebenbei heraus, dass meine Geographiekenntnisse im Ruhrpott mehr als ausbaufähig sind und das man über Aachen und Holland nach Belgien kommt. Nebenbei kamen durchaus Erinnerungen an die Partie in Leverkusen vor einem Jahr hoch. Dieses Jahr lag man durchaus besser. Punkt- und Torgleich mit Kiew, 2 Punkte hinter Thun und 5 hinter dem Gegner aus Genk. Eine Ausgangslage, die durchaus noch im Bereich des machbaren lag, sollte man zählbares aus Belgien mitnehmen.

Knapp 15.000 Zuschauer fanden sich zu dem Match ein und Rapid begann früh mit einigen guten Aktionen und ließ Genk kaum ins Spiel kommen. Bereits nach 4 Minuten hätte Schaub die Führung erzielen können, doch er scheitert daran, den Ball aufs Tor zu bekommen. Wenig später hat auch Dibon eine Chance. Auf der Gegenseite kommt Genk zunächst nicht zum Zug, dann ein Rückpass von Palla, der beinahe eine perfekte Vorlage liefert, doch Novota rettet bevor es ganz gefährlich wird. Dann die 21. Minute. Ein Freistoß von Genk wird nicht in den Strafraum geflankt, sondern in den Rückraum gespielt. Dort nimmt ein Belgier Maß und versenkt den Ball aus 30 Metern im linken Winkel. Bitter, denn zu diesem Zeitpunkt vollkommen unverdient. Danach verflacht die Partie, auch wenn Rapid bemüht ist. Nur zwei mal wird es gefährlich. Einmal scheitert Boyd, das zweite mal wird auf der Linie gerettet. So geht Rapid mit einem Rückstand in die Pause.

In Abschnitt zwei ist zunächst Rapid im Glück, als die Stange für Novota rettet. Danach gehen Palla und Boskovic vom Feld, Behrendt und Schrammel kommen ins Spiel. Und es ist eben jener Außenverteidiger, der die Saison auch keine guten Leistung brachte, der hier in der Rapidviertelstunde den ausgleich einläutet. Eine schöne Flanke des eingewechselten passt genau für Sabitzer, der aus 5 Metern den Ball per Kopf im Tor unterbringt. Ein durchaus verdienter Ausgleich. In der Folge ist es aber eher Genk, die noch die Chance auf mehr haben. Auch weil der Schiedsrichter durchaus mithilft. Doch ein Tor sollte nicht mehr fallen. Und so hielt Rapid die Chancen am Leben, auch wenn man durch das Kiewer 3:0 gegen Thun nun Gruppenvierter ist.









Montag, 7. Oktober 2013

Erster Punkt in der Gruppenphase

Nach der bitteren und unnötigen Niederlage gegen Thun war es nun an der Zeit zu punkten. Eigentlich, denn mit dem stärksten Gegner in der Gruppenphase kam Dynamo Kiew mit Ex-Austrianer Dragovic ins Happel. Dort hatte Rapid eine sehr miese Bilanz, war aber im letzten Spiel im Prater siegreich geblieben, gegen die Ukrainer aus Kharkiv. Vielleicht doch nicht das schlechteste Zeichen, auch wenn die Leistungen letztes Jahr nicht vergleichbar währen. Kiew hatte ebenfalls die erste Partie verloren und war so ebenfalls unter Zugzwang.

So begann ein offenes Spiel, wobei Rapid kaum gefährlich wurde und Kiew den Platz, den die Rapiddefensive gab, eigentlich gut nutzte. Technisch waren die Gäste auf alle Fälle überlegen. Trotzdem wirkte es sich eher positiv aus, dass Rapid ohne Hofmann und Boskovic auflief. Doch zunächst machten die Kiewer ein Tor. Über eine flache Flanke, an die keiner der Rapidler rechtzeitig herankam, ergab sich, dass ein Stürmer der Ukrainer sich hinter Palla vorbeischlich um unhaltbar für Novota einzuschieben. Minuten später die nächste unglückliche Aktion, denn Palla will den Ball wegschlagen, trifft Dibon, der den Ball unhaltbar zum 0:2 abfälscht. Damit war die Partie eigentlich gegessen, dass Rapid zurückkommt, damit war eher nicht zu rechnen, auch wenn Burgstaller kurz vor Pausenpfiff noch eine Chance hatte, Rapid wieder ins Spiel zu bringen.

In den zweiten 45 Minuten ein komplett anderes Bild: Rapid drückt. Und Palla mit einer Flanke die in Burgstaller den perfekten Abnehmer findet, 1:2. In dem Moment wird aus der etwas tristen Stimmung eine Bombenatmosphäre, vor allem da Rapid weiterdrückt. Doch Trimmel und Boyd verfehlen aus guten Positionen das Tor. Und der nächste Schock gleich obendrauf. Burgstaller verletzt sich und kann nicht weitermachen, für ihn kommt dann Grozurek. ein Freistoß von Petsos wird vom Kiewer Torwart abgefangen, der genauestens gepasst hätte. So kommt Rapid nicht zum verdienten Ausgleich bis zur 94 Minute. Dann flankt wieder Palla und Trimmel kann den Ausgleich schießen in letzter Minute. Was die Chancen auf den Aufstieg am Leben hält. Dass wären aber Punkte in und gegen Genk nötig.




Dienstag, 24. September 2013

The same procedure as every year

Das vierte Mal in 5 Jahren war man nun in der Gruppenphase der EL. Dazu könnte man auf der einen Seite Stammgast schreiben, auf der anderen Seite war man damit im Gegensatz zum letzten Mal auch in Topf drei und damit sollte man sich schon Gedanken um Platz 2 machen können. Auch wenn Genk und Kiew über Rapid in den letzten 5 Jahren zu stellen waren. Doch Thun sollte auf alle Fälle schlagbar sein, und die Punkte wären auch für die Teamwertung, aber vor allem fürs weiterkommen wichtig.

Doch es sollte mal wieder auswärts anders kommen. Zwar begann man ganz gut, doch Thun wirkte aggressiver und entschlossener. Rapid zunächst mit viel Ballbesitz, aber viel machte man nicht draus. Besonders auffällig war, dass die beiden Routiniers Boskovic und Hofmann das Spiel eher verschleppten als das sie Chancen kreierten. Die Schweizer spielten Defensiv gut und spielten ihre Angriffe schnell und direkt nach vorn, etwas was Rapid an diesem Donnerstag Abend vollständig abging. Nach 35 Minuten sorgte eben wieder ein Angriff von Thun für den ersten Treffer. In die Schnittstelle der Abwehr gespielt hat ein Schweizer Spieler keine Mühe den Ball im unteren Eck zu versenken und ein vorher guter Jan Novota ist ohne Chance.

Auffällig ist vor allem das verhalten nach vorn. Ohne Boyd mit Sabitzer und Burgstaller vorn hat man zwei vielleicht annehmbare Flügelspieler, aber eben keinen, der in der Mitte sich ohne viel Platz durchsetzen kann. Dies wird erst in Hälfte zwei behoben, wo Boyd für den Schwachen Kapitän Hofmann ins Spiel kommt. Damit wird das Spiel von Rapid besser, aber noch lange nicht gut. Nach 80 Minuten kommt Grozurek für Burgstaller und der hat bis zum Schluss die besten zwei Möglichkeiten. Doch beide Chancen vergibt er kläglich. So bleibt es bei der Niederlage im Berner Oberland und der Erkenntnis, dass der Aufstieg schon nach Spiel 1 in weite ferne gerückt ist. Vor allem da der nächste Gegner Kiew zu Hause gegen Genk mit 0:1 verliert.





Dienstag, 10. September 2013

EuropaLeague-Playoff als gesetztes Team

Kein PAOK, kein Aston Villa im Playoff, dafür eine unbekannte georgische Mannschaft mit Namen Dila Gori. Die hatten aber mit Aalborg und Hajduk Split nicht die unbekanntesten Teams aus dem Wettbewerb geworfen und das mit einer guten Defensivleistung und wenigen aber erfolgreichen Kontern. Damit war auch schon das Gefahrenpotential für Rapid beschrieben, denn auch wenn es kein großer Name war, spielte die Auswärtstorregel im Hinspiel eigentlich die wichtigste Rolle. 14.400 Zuschauer in Wien hatte die Partie, die vorentscheidenden Character für den europäischen Herbst hatte.

Von Beginn an spielte Rapid auch auf das Tor der Georgier, was ohne Boyd, der verletzt vom Nationalteam zurückgekehrt war, aber ohne Kopfballspiel funktionieren musste. So spielte Burgstaller Spitze, wich aber zu oft auf die Flügel aus und der frei gewordene Platz im Zentrum wurde nicht besetzt oder konnte nicht besetzt werden. Trotzdem hatten Grozurek und Steffen Hofmann gute Chancen, die frühe Führung zu erzielen. Danach tat sich Rapid eher schwer, Chancen zu erspielen und in der 40. Minute kam es zu einem gefährlichen Konter, den Novota zur Ecke entschärfen konnte. Die Ecke konnte der Torwart auch fangen und leitete gleich den Konter ein, den Burgstaller gut auf Schaub ablegte, der die so wichtige Führung erzielen konnte.

In Hälfte zwei verflachte die Partie etwas, ohne das Rapid von der klaren Spielbeherrschung etwas einbüßte und die Konterchancen entschärften die guten Innenverteidiger Sonnleitner und Dibon sehr gut. So kam erst zu Ende der georgische Gast etwas auf und erzeugte die letzen Minuten Druck, doch noch das Auswärtstor zu erzielen. Dies gelang aber nicht, auch wenn Rapid nach vorne hin nicht mehr existent war und Ballbesitz zum teil leichtfertig abgegeben wurde. Der Endstand von 1:0 war für Rapid trotzdem eine excellente Ausgangsposition, um die Gruppenphase zu erreichen.




Montag, 9. September 2013

Europapokal mal wieder gegen Griechen

Rapid stieg in Qualirunde 3 ein in der EL Quali und bekam natürlich einen starken Gegner zugelost. Mit Asteras Tripolis war es zwar ein weniger großes Schwergewicht wie PAOK im Jahr zuvor, doch trotzdem war es ein starker Gegner, wenn auch noch in der Vorbereitung und international eher unerfahren. Im Hinspiel spielte Rapid in Hälfte 1 überzeugend, geriet aber in Rückstand den Boyd durch einen Elfmeter wieder ausglich. In Hälfte zwei hatte Rapid sehr viel Glück, das Unentschieden zu halten, dabei zeigte sich zum einen die Defensive als schwach bei Standardsituationen und Jan Novota bewies seine Klasse im Tor. Rapid spielte am Sonntag zuvor in Graz, wo man 90 Minuten in Unterzahl ein 0:1 in ein 4:2 drehte, also war von der Moral her doch Favorit im Hanappi.

Das Match startete ausgeglichen mit leichten Vorteilen für das Heimteam, aber ohne echtem Druck vorm Tor. Dies änderte sich schlagartig in Minute 25. Petsos mit einem Ball von der Mittellinie nach vorn auf Sabitzer, der sich durchsetzt, zu Boyd ablegt im Strafraum. Der US-Amerikaner legt ab, auf den nach vorn gesprinteten Petsos, der kein Problem hat, den Ball zur Führung einzuschieben. Damit wäre Rapid weiter und die grün-weißen drängen auf die Vorentscheidung, aber scheitern immer wieder an der griechischen Verteidigung und Sabitzer Sekunden vor Schluss am Aluminium. So geht es mit 1:0 in die Pause.

Auch im zweiten Abschnitt macht Rapid da weiter, wo man aufgehört hat, bis der Schock kommt: Einer der seltenen Angriffe der Griechen landet bei Trimmel, der den Ball nicht klären kann und ihn stattdessen zu einem Griechen am Strafraumrand ablegt. Der hat keine Mühe Jan Novota zu überwinden und das Hinspielergebnis auch im Rückspiel auf der Anzeigetafel erscheinen zu lassen. 5 Minuten später kommt Louis Schaub für Sabitzer und eine Minute später trifft der gebürtige Deutsche auch schon. Rapid wäre damit weiter, außer man bekommt ein Gegentor. Aber die junge Rapidmannschaft beweist Klasse und spielt druckvoll weiter und lässt die Griechen nicht ins Spiel kommen. Die Entscheidung dann in der 85. Minute als Louis Schaub sein zweites Europacuptor erzielt. Damit steht Rapid wieder im Playoff mit einem Unterschied zu den Partien gegen Aston Villa und Paok Saloniki: Man ist diesmal gesetzt und sollte einen leichteren Gegner bekommen.






Dienstag, 15. Januar 2013

Abschied aus dem Europacup

5 Spiele und null Punkte hatte man nun aus der Gruppenphase bisher geholt und der Gegner der an Rang eins stand war nun der Gegner. Nicht die besten Vorraussetzungen? Das Hinspiel war sicher Rapids bestes Spiel im Wettbewerb (Qualifikation ausgenommen) und Charkiv war nicht mehr von Rang 1 zu verdrängen. Rapid dagegen war sicher 4. und hatte die Setzung für die Qualirunde 4 auch schon verspielt. Es ging also nur noch um die Ehre.

Deshalb war es im Prater eher mäßig gefüllt und auch die Stimmung hatte nichts mehr von den Spielen gegen Leverkusen. Auf dem Spielfeld war auch kaum etwas zu sehen, zumindest von den Gästen. Rapid war bemüht und ging durch Deni Alar auch in Führung. Diese geriet vorerst nicht in Gefahr. Erst als Harry Pichler, der bis dahin eine gute Partie machte vom Platz flog und dadurch durfte Rapid die komplette zweite Hälfte in Unterzahl abwickeln. Doch dies machte man überraschend gut, auch wenn man Glück hatte, da Charkiv einige Chancen vorfand. Dodch im Gegensatz zu Trondheim machte man auch defensiv definitiv besser und holte sich zumindest drei Punkte, die man sich über 6 Spiele sicher auch verdient hatte.




Montag, 14. Januar 2013

Niederlage im Norden

Nachdem man aus 4 Spielen in der Gruppenphase immer noch bei null Punkten stand, war es gegen den nominell einfachsten Gegner jetzt an der Zeit, auswärts Punkte einzufahren. Das Heimmatch ohne Zuschauer aufgrund der Vorfälle in Saloniki ging 1:2 verloren und trotz schlechter Leistung war das nicht ganz verdient. Außerdem ging es noch um eine Setzung für nächstes Jahr und daher musste gepunktet werden.

Die Tour war von einmaligen Erlebnissen wie verpassten Flügen, Ausweiskontrollen und extrem hohen Preisen gekennzeichnet. Aber auch nächtliche Bustouren und verdammt viele grün-weiße waren in Trondheim zu sehen. Die Stadt war eine kleine, aber sehr feine Stadt, die in einer Mischung aus aufstrebend und Filmkulisse für Michel aus Lönneberga beschrieben werden kann. Dagegen steht Rosenborg. Oftmals in der ChampionsLeague, mitlerweile aber auch im zweiten Glied der europäischen Teams gelandet. Doch die Vorzüge im Vergleich zu österreichischen Vereinen war nicht zu übersehen. Ein größerer Fanshop, mit dem Lerkendal-Stadion ein sehr Charakteristisches, aber unmodernes Stadion, aber nicht baufällig wie an anderen Orten.

Vor 8.000 zuschauern fand das Spiel statt, das von Beginn an eine gleichwertige Rapidmannschaft zeigte, die zwar bemüht, aber ohne Mittel war. Rosenborg spielte aber um keinen Deut besser und kam trotzdem in Führung. Eine schöne Einzelaktion brachte den Vorteil, nachdem die ganze Rapiddefensive zu Statisten dekradiert wurde. Rapid auch in der Folge engagiert, aber ohne kreativ aufzufallen. Man fragte sich, ob Rapid auswärts auch mal gewinnen kann im Europacup.

Zumindest konnte man Tore schießen, das in Form eines Verteidigers. Schrammel glich für Rapid aus, das erste Tor seit dem Hinspiel gegen die Norweger, seitdem gab es immerhin 3 Europapokalspiele ohne Torerfolg. Nach 66 Minuten brachte Boyd Rapid sogar in Führung. Damit war die Setzung plötzlich erreichbar und auch die Tabelle sah nicht mehr so schlimm aus. Doch es sollte noch anders kommen. Trondheim nutzte die Verlegenheiten der Verteidigung, die mit der Führung überhaupt nicht klar kam. Nach dem ausgleich mit Beginn der Rapidviertelstunde war es der Ex-Rostocker Prica, der die Norweger noch mit 3:2 zum Sieg schoss. Eine sehr unnötige Niederlage für Rapid, die gegen die Skandinavier nicht ohne Punkte hätten bleiben dürfen. So verkaufte man sich unter Wert und konnte trotz drei Gruppenphasen die Setzung nicht erspielen. Das ist definitiv nicht Rapidwürdig.

Der restliche Aufenthalt in Norwegen war dafür sehr angenehm. Am nächsten Tag ging es noch zu den Skisprung-WM Schanzen von 1997. Die liegen ein ganzes Stück auserhalb von Trondheim, wobei man auch an den Vororten nette Ecken finden kann. Der Rückflug verlief ohne verpasste Flüge und einem abstecher nach Deutschland, insgesamt sicher ein sehr feiner Auswärtstrip in ein wunderschönes Land.