Montag, 28. Februar 2011

Immer Vorwärts Rapid Wien

Nach einem Punkt aus den ersten beiden Auswärtsspielen stand nun das erste Spiel im St. Hanappi an. Gegner waren die Kapfenberger, die in der Herbstrunde knapp geschlagen werden konnten und in der Tabelle so stehen, dass sie eigentlich nichts mehr mit dem Abstieg zu tun haben und bisweilen auch immer einmal überraschen konnten. Zwar ging ihr Auftakt gegen Sturm verloren und das Spiel gegen Innsbruck wurde abgesagt, doch trotzdem sollte man sie eben nicht unterschätzen. Rapid war außerdem zum Siegen verdammt, wenn man noch über die Liga eine Chance auf den internationalen Startplatz über die Liga erhalten wollte. Nach dem Spiel gegen Salzburg waren aber mit Prokopic, Drazan und VoH ausfälle zu verzeichnen. Dafür war zur großen Überraschung aller Rene Gartler wieder fit, der neben Nutschi den Sturm bildete. Ansonsten gab es nur noch eine Überraschung, Steffen Hofmann spielte von Beginn an.

Nach dem ASB-Kickerl kam ich zu einem sehr günstigen Rapidspiel durch einen Abobesitzer, der eins zu viel hatte. Damit hatte ich erstmals freien Blick auf Ost und West, was zu relativ interessanten Stimmungsanteilen führte. Von Kapfenberg war eine recht kleine Fangemeinde vertreten, also waren sie definitiv nie zu hören. Der Block West war von Beginn an mit einem neuen Chant da, der sich auch gleich scheinbar auf die Mannschaft übertrug. Dann es Spielten nur die Gastgeber und Rene Gartler hätte Rapid auch recht früh in Führung bringen können. Doch so blieb es lange Zeit offen. Auffällig war aus dem oberen Rang aber Rapids System. Ein sehr offensiver Kayhan, der dafür sorgte, dass hinten eigentlich immer nur 3 Mann standen. Die beiden defensiven Mittelfeldspieler liefen viel, waren aber kaum ins Offensivspiel eingebunden. Viel lief dafür über dem Kapitän, der wieder einmal zeigte, wie wichtig er fürs Spiel der Hütteldorfer ist. Aber auch ein anderer sorgte für positives. Während man bei Nutschi im Herbst noch von einem absoluten Anitkicker sprechen konnte, sieht man mittlerweile eine starke Weiterentwicklung. Er hält Bälle, er verteilt sie gut und kann auch Chancen auflegen, etwas was man ihm zu Beginn seiner Rapidzeit nicht wirklich unterstellen konnte. Damit wird auch klar, warum Salihi nicht zum Zuge kam, denn was Nutschi lief bzw. arbeitete, hätte der Albaner nie zustande gebracht.

Trotz einer guten Leistung waren zur Pause aber noch keine Tore gefallen, was nicht unbedingt beruhigend war. Eher die Leistung der Kapfenberger, die nur einmal aus der Distanz für etwas wie für Gefahr sorgten. Auch die anderen Spiele machten nicht zu 100% Mut. Zwar spielte Red Bull in Wiener Neustadt zur Pause noch auf 0:0, so begann die Austria wenig überraschend den LASK auseinanderzunehmen. Also musste Rapid auf alle Fälle noch mehr tun, um das Heimspiel erfolgreich zu gestalten. Und das gelang auch ausgerechnet Nutschi, der seine Leistung mit einem wichtigen Tor nach guter Vorarbeit von Pehlivan veredelte. Danach war die Messe fast gelesen, denn Kapfenberg kam bis auf eine Aktion von Soma zu keiner Chance. Was sich auch auf die Stimmung im Stadion auswirkte. Es fehlten wieder die „Pacult raus“ Rufe und auch die West mit einer sehr ansprechenden Lsitung, während die Ost das hohe Niveau von der Lautstärke her nicht über die Spieldauer aufrechterhalten konnte. Rene Gartler und Steffen Hofmann wurden nach der Führung dann geschont und es kamen Salihi, der wenig Akzente danach setzen konnte, und Trimmel, der bei seinem Comeback nach Schambeinentzündung sofort das 2:0 erzielte und somit für die endgültige Entscheidung sorgte. Das Spiel klang danach mit viele Rapidchancen aus, die jedoch nicht verwertet werden konnten. Letztes Positives war die Einwechslung von Hinum, der also auch wieder fit ist und so konnte von einem gelungenen Heimauftakt 2011 gesprochen werden, der die Chancen auf einen internationalen Startplatz wahrte.












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