Montag, 25. Juli 2011

Die letzte Chance auf Europa

Nach der Niederlage gegen Red Bull hatte Rapid in Kapfenberg noch 2 Punkte liegen lassen und so waren die Europacupplätze kaum noch zu erreichen, doch dafür kam mit Mattersburg ein schlagbarer Gegner. Aber wie schnell es gehen konnte hatte das Spiel am ersten März gezeigt. Rapid hatte damals in Mattersburg mit 1:0 verloren. Und eigentlich musste man das Spiel gewinnen, nachdem man auch im Cup in Ried ausgeschieden war. Barisic war dafür jetzt auf Abschiedstour als Interimscoach und die Suche nach einem Nachfolger lief in der Geschäftsstelle an, eigentlich zu langsam, wenn man bedachte, wie lange Peter Pacult schon kein Trainer mehr war. Unter ihm hätte es auch die Aufstellung so nie gegeben gegen die Burgenländer. 

Ein 4-2-3-1, diesmal aber wieder mit Steffen Hofmann und Boris Prokopic. Dazu Salihi im Sturm, der wenigstens noch die Torjägerkrone holen konnte. Gleich zu beginn kam Rapid nach einigen harten Zweikämfen gut in die Partie und Borenitsch muss gegen Drazan gleich retten. Kurz darauf kann der Keeper von Mattersburg den Ball nicht festhalten, doch kein Rapidler kann den Abpraller nutzen. So fängt das Spiel an an Fahrt zu verlieren, wobei von Mattersburg überhaupt nichts kommt. Dafür kann Rapid einige Angriffe setzten, darunter einige gute, aber dabei springt auch nichts zählbares hinaus. Das Gefühl, dfass Rapid noch zum Tor kommt war aber da, denn die Burgenländer waren nicht wirklich gut organisiert in der Verteidigung und irgendwann sollte es schon klappen.

Doch in der zweiten Hälfte ging zunächst noch weniger bei Rapid, nur aus der Distanz war man einige Male etwas gefährlicher, doch zählbares sprang nicht dabei heraus, auch weil man sich unglaublich unfähig bei Eckbällen anstellte. doch dann irgendwann gelang Rapid doch ein sinnvoller rausgespielter Angriff. Prokopic mit dem Ball auf Salihi, der allerdings den Ball weit über das Tor statt ins Tor schoss. So blieb es beim Unentschieden, dass allerdings nicht gerecht war. Den Burgenländern konnte es aber egal sein, denn so war für sie der Klassenerhalt fast fix. Dann kam doch noch ein Wunder. Barisic stellte mit Nuhiu einen zweiten Stürmer bei Rapid neben Salihi auf, doch auch er kam zu keiner nennenswerten Chance. So blieb es bei einem 0:0, dass Rapid endgültig alles kostete und Mattersburg ein weiteres Jahr in der Bundesliga einbrachte, denn auch rechnerisch konnten sie nun nicht mehr absteigen. 











Sonntag, 24. Juli 2011

Hernalser Ergebnisverwaltung

Und wieder einmal trieb es mich am 6.05. wieder nach Hernals, um dem Wiener Sportklub zuzuschauen. Bei recht angenehmen Temperaturen konnte man sich auf einen recht entspannten Kick freuen, da sowohl Ritzing als auch der WSK weder mit Auf- noch mit dem Abstieg etwas zutun hatten. Allerdings hatten die Hernalser die Chance, am Gegner in der Tabelle vorbeizuziehen. Knapp 1.500 Zuschauer fanden sich an diesem Freitag Abend am Sportclubplatz ein, einige Fans verteilten Aufrufe, sich für den Verein zu Engagieren. Die Spieler zeigten auch mehr Einsatz als zuletzt und gingen schon in der vierten Minute in Führung. Dies war auch die erste und einzige gute Situation in der ersten halben Stunde. Die Burgenländer waren einfach nicht wirklich in der Partie. 

In den letzten Minuten des ersten Abschnittes machten die Hausherren noch einmal Druck. Und nach ein paar schwächeren Versuchen gelang es etwas besser. Ein Schuss ging an den Innenpfosten, von da zurück ins Feld, der Schiedsrichter sah dem Ball im Tor und lag damit wohl nicht falsch. auf der Gegenseite auch ein Schuss an die Stange, diesmal aber kein Tor. Es lief eindeutig für die Hausherren, die im zweiten Abschnitt die Führung eigentlich nur verteidigen mussten. Und so versuchte der WSK zu Beginn Druck zu machen, was vollkommen nach Hinten losging. In der 48. Minute bekam man gleich ein Kontertor. Wenige Minuten später war nach einer etwas undurchsichtigen Situation der Ball erneut im Tor. Der Ausgleich für die Ritzinger nicht ganz unverdient, weil sie die cleverere Mannschaft waren. 

Das Spiel schläft wieder etwas ein, um dann wieder besser zu werden, aber die Stimmung ist weit besser als beim 0:5 gegen Parndorf auf der Friedhofstribüne. In den letzten Minuten wird das Spiel zu einem offenen Schlagabtausch mit guten Angriffen auf beiden Seiten. Dann ein Angriff der Hernalser, ein Pfiff und der Schiedsrichter zeigt auf den Punkt. Daraufhin kommt es logischerweise zu einigen Protesten von Ritzinger Seite, bei dem sogar ein Betreuer mit aufs Feld kommt. Doch als sich die Gemüter beruhigt haben wird der Strafstoß doch ausgeführt, dann nochmal wiederholt, weil jemand nicht seinen Platz regelgerecht einhalten konnte. Dann ist der Ball aber schließlich doch im Tor, und der WSK gewinnt so mit 3:2 und zieht an den Gästen aus dem Burgenland auch in der Tabelle vorbei. 












Beim Schicksalsspiel verbrennt sich einer die Finger

Alles war angerichtet für das Spiel der Spiele. Die dominierenden Teams der letzten Jahre, die beide etwas schwächelten, hatten jetzt die Chance alles was sie verspielt hatten bisher, wieder hineinzuholen und sich wieder zurückzuschießen in den Titelkampf. Red Bull musste schon fast gewinnen, Rapid wäre mit einem Unentschieden immerhin weiter auf Europacupkurs und mit einem Dreier hätte man wieder punktgleich mit der Austria sein können. Das Hanappi war natürlich ausverkauft und nach der Vorbesprechung im Dorf ging es ins Stadion. Rapid wieder im 4-5-1, dabei war Sonnleitner wieder in der Verteidigung und Salihi einzige Spitze. Das System war gegen Red Bull sicher keine falsche Wahl, auch wenn natürlich die Außenverteidiger wieder anfällig wären. nicht nur aufgrund der letzten Erfolge gab es vom Block West eine schöne Choreographie. Titel "An uns verbrennt sich jeder die Finger"

Im Mittelpunkt der Partie war aber vor allem Schörgenhofer. Während auf dem Rasen ein patt entsteht und sich beide Mannschaften neutralisieren, kommt es zu zwei lächerlichen gelben Karten. Zunächst wird Steffen Hofmann gelegt und Schörgenhofer zeigt Gelb für eine Schwalbe, im nächsten Augenblick hat Dudic die Hände im Gesicht des Rapidkapitäns, wo sie auch definitiv nicht hingehören. Kurz darauf gibt es statt einer Ecke, die klar ersichtlich war Abstoß. für die gerechtferigte Beschwerde bekommt Prokopic den gelben Karton. Natürlich fliegen von der Nord einige Gegenstände Richtung Feld und so droht der "unparteiische" Schiedsrichter mit Spielabbruch. Ansonsten bleiben beide Teams in einem mäßigen Spiel ohne Torchance.

Die zweite Hälfte bringt zunächst keine Wechsel. Eine Rapidecke, bei der Katzer knapp über das Tor köpft ist die erste richtige Chance des heutigen Spieles. Und dann die größte Chance, nach einer Hofmannvorlage trifft Salihi per Fallrückzieher die Latte. Der Druck von Rapid wird stärker und Red Bull schlägt eiskalt zu. In der 66. Minute spielt Svento einen Ball zu Zarate, der per Volley zum 1:0 trifft. Rapid hat sich noch nicht von dem Schock erholt, schon klingelt es zum zweiten Mal im Kasten von Helge Payer. Zarate mit dem entscheidenden Schlenzer, in den Alan noch hineinrutscht um das 2:0 zu fixieren. Zur Rapidviertelstunde kommt Rapid wieder etwas zurück. Salihi steht einmal gut, doch er zögert zu lange, um den Anschlusstreffer zu machen. Auch der eingewechselte Schimpelsberger sowie Kapitän Hofmann kommen zum Abschluss, aber keiner ist so richtig gefährlich. Während Tremmel schon auf Zeit spielt und dafür Gelb bekommt, ist Prokopic mit einer Flanke auf Nuhiu erfolgreich und der Stürmer köpft den Ball ins Salzburger Tor. Damit wieder die Chance, zumindest der Europacupplatz zu sichern für die Grün-weißen. Nutschi mit einem Ball ans Außennetz und ein Weitschuss von Schimpelsberger, den keiner Abstauben kann bei Problemen von Tremmel bleiben aber die einzigen Chancen und so verliert Rapid unglücklich die Partie. Damit fällt Rapid wieder auf Rang fünf zurück und kann den Titel endgültig abschreiben.
















Mittwoch, 20. Juli 2011

In Salzburg nur die Austria

Vor einigen Jahren wurde Salzburg von Fans gegründet, als der eigene Verein von Red Bull aufgekauft wurde und die Vereinsfarben und die Geschichte des Vereins verschwand. Einige Aufstiege später war man schon in der Regionalliga angekommen, hatte keinen schlechten Zuschauerschnitt und spielte gegen die II. Mannschaft der roten Bullen. Trotz zweiter Erfolge lag man hinter dem Rivalen, aber immer noch beachtlich für einen Aufsteiger als 5. platziert. Gegner war Wattens. Die Tiroler lagen auf Platz 2, da die Red Bull Juniors aber nicht aufsteigen dürfen, war Wattens der Gejagte mit 3 Punkten vor den engsten Verfolgern und 6 Punkten vor der Salzburger Austria. So fand am 24. Spieltag die Toppartie in Salzburg Maxglan statt. Vorbei am Flughafen war die Sportanlage beziehungsweise das My Phone Austria Stadion nicht ganz einfach zu finden. Ein 3.Ligaverein war halt doch schwerer zu finden als die Red Bull Disko direkt an der Autobahn.

1.300 Zuschauer sahen ein technisch sehr schlechtes Spiel, im dem Wattens sich am Anfang einige Vorteile erarbeitete, doch insgesamt vergab man die Chancen kläglich. Erstklassig hingegen war die Stimmung. Durch die enge Atmosphäre kam es einem auch vor, als würden mehr Leute vor Ort sein, die älteren Lieder vermischt mit eher neueren Anti Red Bull Liedern waren aber zum Teil doch unsympathisch, aus Rapidfansicht zumindest. Die Salzburger Austria erspielte sich aber dann doch ein Übergewicht, doch man scheiterte mindestens genau so kläglich.

Das essen in der Pause war im Vergleich zum SV Babelsberg 03 am Vortag eigentlich eine Frechheit und wurde beim Vergleich des gebotenen Fußballs auch nochmal schlechter, aber lustig war es im Endeffekt schon, denn was zum Teil im zweiten Abschnitt an Chancen vergeben wurde ging überhaupt nicht. Die Salzburger drückten, aber ein Tor wollte an diesem Samstag nicht gelingen. Dafür gab es noch ein anderes Highlight: Schützei initiierte "Immer wieder Austria Salzburg". Dabei blieb es aber auch. Dabei ließen sich an dem Tag zwei Dinge festhalten. Die wohl ehrlicheren Fußballfans sind wirklich noch immer an der Salzach in violett unterwegs und sportlich trennen die die Violas wohl noch etwas mehr als zwei Klassen vom Oberhaus in Österreich.